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Kommende Saison übernimmt Christian Schuster das Traineramt von Kevin Schüepp beim EHC St. Gallen. In einem kurzen Interview konnte ich den zukünftigen Coach schon einmal etwas besser kennen lernen.

Der 43-jährige ehemalige Nationalliga-Spieler hat im Laufe seiner Eishockeykarriere für zahlreiche Vereine gespielt, unter anderem für Olten, Biel, Ajoje, Zug, Genf und Langenthal. Mittlerweile wohnt Christian Schuster in St. Gallen, arbeitet hauptberuflich als Vermögensverwalter und spielt beim EHC Uzwil in der 1. Liga. Nach über 30 Jahren als Spieler startet er nun bald seine Laufbahn als Trainer, was mich direkt zur ersten Frage bringt:

 

Warum hast du dich entschieden nun deine Karriere als Spieler zu beenden und als Trainer weiter zu machen?
"Ich bin von ganzem Herzen Eishockeyspieler und würde am liebsten ewig weiterspielen, aber mein Körper lässt dies immer weniger zu. Erst kürzlich hatte ich Probleme mit dem Rücken. Mittlerweile habe ich entschieden, dass es Zeit ist kürzer zu treten. Aber ein Leben ohne Eishockey kann ich mir nicht vorstellen, darum möchte ich dem Sport als Trainer erhalten bleiben und meine Erfahrungen auf diesem Weg an junge Spieler weitergeben."

Was war für dich der Reiz die Trainerkarriere beim EHCSG zu beginnen?
"Ich wohne nur wenige hundert Meter von der Eishalle Lerchenfeld entfernt, deshalb ist St. Gallen für mich ideal. Zudem hält sich der Aufwand als Trainer in der 2. Liga so in Grenzen, dass ich nebenbei weiter Vollzeit arbeiten kann. Ich musste nicht lange überlegen, als ich die Chance bekam den Trainerjob beim EHCSG zu übernehmen."

Du hast im Laufe deiner Karriere mit vielen Trainern gearbeitet. Gibt es einen Coach, der dich besonders inspiriert hat?
"Dick Decloe, meinen ersten Nationalliga-Trainer, habe ich noch gut in Erinnerung. Bei ihm habe ich zum ersten Mal richtig realisiert, wie komplex Eishockey sein kann. Er hat mich für System und Taktik erstmals sensibilisiert. Aber auch Kent Ruhnke hat mich beeindruckt mit seiner Leidenschaft für Eishockey bis ins kleinste Detail. Auch an Paul-André Cadieux und Chris McSorley habe einige gute Erinnerungen."

Was ist dein Ziel für die kommende Saison mit dem EHC St. Gallen und wie möchtest du dieses erreichen?
"Ich möchte schon möglichst früh in der Saison den Top 4 der Gruppe mitspielen. Deshalb werden wir versuchen uns schon im Sommertraining einen Vorsprung auf die anderen Teams zu erarbeiten. Mein Ziel ist es aber vor allem, dass sich die Spieler individuell weiterentwickeln können. Jeder Spieler soll 10-20 Prozent besser werden. Die Freude, bzw. das Glücksgefühl, wenn etwas Erlerntes zum Erfolg führt, soll Motivation und Antrieb für die Spieler sein, um ins Training zu kommen und laufend Fortschritte zu machen."

Im Laufe des Gesprächs hat Christian Schuster noch weitere Details über sein Vorhaben preisgegeben. Insgesamt war ich ausserordentlich positiv überrascht, dass Christian Schuster nicht nur engagiert, sondern vor allem auch mit sehr viel System vorgehen will, um die verschiedenen Teilziele zu erreichen. Wir freuen uns auf die kommende Saison mit Christian Schuster als Trainer beim EHCSG. /rb. 21.01.17