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Nach einer zwischenzeitlichen 4:1-Führung musste die Mannschaft des EHC St. Gallen in die Verlängerung. Dank eines Treffers in der 62. Minute konnte der Sieg doch noch gerettet werden. Frauenfeld erhielt dadurch seinen ersten Saison-Punkt.

Im ersten Drittel versuchten beide Mannschaften mit einem etwas gemächlichem Tempo sich an den Gegner heranzutasten. Die St. Galler hatten klar mehr Möglichkeiten, die Führung zu übernehmen. Durch ungenaue Pässe und einer sehr guten Leistung des gegnerischen Torhüters blieb dies zumindest im ersten Drittel verwehrt. Ohne Tore ging es daher in die erste Pause.

Im mittleren Drittel ging es dann endlich richtig zur Sache. Obwohl die Frauenfelder - entgegen dem Spielverlauf - in der 26. Minute mit 0:1 in Führung gehen konnten, liessen die St. Galler dann nichts mehr anbrennen. Zuerst stellte Mencik ( Nekvinda / Pedergnana) in der 29. Minute den Ausgleich her. Knapp 2 Minuten später brachte dann Ulbrich (Cunti) die Heimmannschaft in Führung. Und 43 Sekunden vor der zweiten Pause legte Cunti mit einem Solo zum 3:1 in einer Überzahlsituation noch eins drauf. Gelingt es den St. Gallern diese 2-Tore-Führung über das letzte Drittel zu bringen und so einen weiteren Sieg er erlangen?

Mit einem weiteren Treffer nach 70 Sekunden durch Ulbrich (Cunti / Duttwyler) schien die Sache endgültig klar zu sein - dachte man zumindest. Doch was dann ab der 43. Minute auf dem Eis abging - da war jeder Krimi im Schweizer Fernsehen nicht mehr dagegen. In der 43. Minute konnte Frauenfeld mit ihrem zweiten Treffer zum 4:2 herankommen. Die St. Galler hatten auch in dieser Phase sehr viele Torchancen - aber der verflixte Puck wollte einfach nicht dorthin wo er sollte. Der Gegner hatte diesbezüglich mehr Glück (oder Zufall) und konnte den Anschlusstreffer in der 45. Minute erzielen. 15 Minuten waren noch zu spielen und der Gegner war nur noch ein Treffer im Rückstand. Es war zum verzweifeln. In der 47. Minute kam aber genau was niemand wollte. Frauenfeld konnte zum 4:4 ausgleichen. Da musste der St. Galler Coach Marnota handeln und wechselte den Torhüter aus. Für die letzten knapp 13 Minuten stand Remund im Tor. Jetzt galt es für beide Mannschaften - alles oder nichts. Doch bevor eine der Mannschaften ein Treffer erzielen konnte, erklang die Schlusssirene der regulären Spielzeit. Es blieb beim 4:4 und so musste es erstmals in dieser Saison in die Verlängerung.

Nach genau 91 Sekunden erlöste Nekvinda die Mannschaft mit einem präzisen Schuss die gesamte Mannschaft und erzielte zum 5:4 Schlussergebnis.

Die ganz klare Führung hätte nicht mehr aus der Hand gegeben werden dürfen. Dank der Entscheidung erst in der Verlängerung konnte Frauenfeld den ersten Punkt in dieser Meisterschaft erzielen. Als Bestplayer dieser Partie wurde bei Frauenfeld der Torhüter Willi Jens und bei den St. Gallern Ulbrich Patrick auserkoren. Nächsten Samstag, 19.Oktober 2019,spielen St.Galler um 14.30 in Widnau gegen den SC Rheintal II.