Berichte

Der Bericht zum Spiel diese Woche von Sandro Viglino.

Um 16:00 Uhr traf sich die Mannschaft des EHC St.Gallen im Lerchenfeld, um sich zusammen auf den Weg nach Graubünden zu machen. Die Stimmung war gut und das Ziel war klar: 3 Punkte mussten her. 

Die St.Galler starteten mit viel Druck und zwangen den Gegner schnell zu vielen Strafen. Der EHCSG agierte sogar insgesamt rund 2 Minuten in doppelter Überzahl, konnte jedoch keinen Nutzen daraus ziehen. Ausser einigen guten Ansätzen, gibt es wenig Positives dabei hervorzuheben. Der restliche Verlauf des ersten Drittels war ein Abtasten und beide Teams kamen zu mehr oder weniger guter Chancen. Nicht zuletzt dank der Torhüter ging man mit einem 0-0 in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann mit einer Strafe auf Seiten der St.Galler, welche die Lenzerheidner sogleich ausnutzen. Ein verdeckter, abgelenkter Schuss von der blauen Linie fand den Weg ins Tor. Wie heisst es so schön: Wer sie nit macht, chunnt sie über. Die St.Galler hatten nicht vor sich davon beeindrucken zu lassen und kamen rund 90 Sekunden zu einer hervorragenden 3 zu 1 Situation, die leider nicht zum Erfolg führte. Im Gegenteil, die vergebene Chance führte zu einem Konter des Gegners und Dennis Ehinger erwischte Kevin Stalder mit einem unhaltbaren Schuss ins linke obere Eck.
In der Folge liess sich der EHCSG provozieren und im Gegensatz zum ersten Drittel sassen nun die St.Galler Spieler oft in der Kühlbox. Das Boxplay war aber gut organisiert und alle Versuche der Bündner wurden zunichte gemacht. In den wenigen Minuten, in den denen die St.Galler zu fünft auflaufen konnte, waren sie das bessere Team. So konnten nach einer hervorragenden Leistung von Hengartner in der neutralen Zone, Zeller und Schmid in der 34. Minute alleine aufs Tor ziehen und den wichtigen Anschlusstreffer für die St.Galler durch Zeller erzielen. Motiviert machte der EHCSG weiterhin Druck und erzielte dann auch keine 2 Minuten später in einer 4 zu 4 Situation durch Viglino den Ausgleich. In den letzten 4 Minuten passierte nichts mehr und so ging es auch nach 2 Dritteln mit einem Unentschieden in die Pause.
Im dritten Drittel war es dann ein hin und her. Viele hochkarätige Chancen auf beiden Seiten prägten das Drittel und aus St.Galler Sicht war man einige Male froh um den Rückhalt durch Stalder. Hervorzuheben sind dabei ein Weltklasse Paddelsave und ein Fanghandsave bei der er eine 1 zu 0 Situation abrupt zu Nichte machte. Der Gegner wird sicher noch einige Alpträume davon haben.
Schlussendlich war es dann ein wunderschönes Solo von Riederer über die rechte Seite, bei dem der viel umjubelte Führungstreffer für den EHCSG erzielt wurde. An diesem Spielstand konnte dann auch eine schöne Keilerei hinter dem Tor von Stalder kurz vor Schluss nichts mehr ändern. Die St.Galler brachten den Spielstand gekonnt über die Zeit und man durfte den zweiten, verdient erarbeiteten Sieg der laufenden Saison feiern.
Durch diesen Erfolg verabschiedet sich der EHC St.Gallen als Schlusslicht und schaut motiviert auf die ausstehenden 6 Spiele. Am 7. Januar geht es gegen EHC Wallisellen weiter, mit dem gleichen Ziel wie gegen die Bündner: 3 Punkte. /sv. 18.12.16